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Ethnopsychiatrische Behandlung
Konzept und Zielsetzung
Die Station A1 ist eine gemischtgeschlechtliche, teiloffen geführte Akutstation zur Behandlung aller psychischer Krankheiten. Der Schwerpunkt liegt in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung von Patientinnen und Patienten mit migrationsassoziierten Lebenshintergründen sowie transkulturellen und psychotraumatologischen Fragestellungen.
Die Behandlung folgt einem bio-psycho-sozialen Ansatz unter Einbezug von Konzepten der Sozialanthropologie, Ethnopsychologie inklusive Ethnopsychoanalyse und Medizinethnologie. Den spezifischen sozio-legalen Herausforderungen des postmigratorischen Lebenskontextes wird Rechnung getragen.
Zielgruppe
Patientinnen und Patienten mit migrationsspezifischen, transkulturellen und psychotraumatologischen Fragestellungen.
Angebot
Neben dem üblichen psychiatrischen Diagnostik- und Therapieangebot verfügt die Station über eine in der psychotherapeutischen Behandlung von Migrantinnen und Migranten erfahrene Ethnopsychologin sowie die Möglichkeit qualifizierter Übersetzung. Das spezifische Angebot umfasst unter anderem:
- Ergänzende medizinethnologische und ethnopsychologische Diagnostik und Therapie unter Einbezug trans- und soziokultureller Fragestellungen
- Ethnopsychoanalytische Therapiesitzungen im Gruppensetting unter Beizug von Ko-Therapeutinnen und -Therapeuten
- Unterstützung bei Rechtsabklärungen, Vermittlung bei Behörden, Organisation einer geeigneten Nachbetreuung und -behandlung
Behandlungsteam
Das multidisziplinäre Behandlungsteam setzt sich zusammen aus Fachpersonen der Psychiatrie / Medizin, Psychologie, Ethnopsychologie, Physio- und Bewegungstherapie, Arbeits- und Ergotherapie, Musiktherapie und Soziale Arbeit.
Leitung
Dr. med. Bernhard Küchenhoff, ärztliche Leitung
Christine Eberhart, Stationsleiterin
Kosten
In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten gemäss Vertrag mit der Krankenversicherung. Ausserkantonale Patientinnen und Patienten benötigen eine Kostengutsprache des Kantonsarztes.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt in der Regel über die vorbehandelnden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte telefonisch und/oder schriftlich an den Triage-Oberarzt unter Telefon +41 (0)44 384 21 11 oder an die zuständige ärztliche Leitung, die auch gerne weitere Informationen erteilt. Asylsuchende benötigen eine Zuweisung durch den Gatekeeper.
Weiterführende Informationen
Kontakt
Telefon +41 (0)44 384 21 11

