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Für die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich beginnt mit dem neuen Jahr eine neue Ära

Per 1. Januar 2018 wurde die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) verselbstständigt. Als kantonale öffentlich-rechtliche Anstalt wird sie dem Universitätsspital gleichgestellt und mit zusätzlichen, neuen unternehmerischen Kompetenzen ausgestattet. Die Verantwortung für die Führung der Klinik geht von der Gesundheitsdirektion auf den neuen Spitalrat über.

Am 11. September 2017 hat der Kantonsrat mit grossem Mehr Ja gesagt zum PUK-Gesetz. Damit wurde der Weg frei für die Überführung der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich von ihrer heutigen Rechtsform als unselbstständigem Betrieb der kantonalen Ver-waltung in jene einer selbstständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt. Das Gesetz trat auf den 1. Januar 2018 in Kraft. Auf diesen Zeitpunkt endete für die renommierte Klinik eine knapp 150-jährige Ära, und eine neue beginnt. Mit dem Inkrafttreten des PUK-Gesetzes ging die Führung der Klinik von der Gesundheitsdirektion an den Spitalrat unter dem Präsidium von Renzo Simoni über.

Wichtiges Behandlungs- und Forschungszentrum

1870 wurde die Klinik in Zürich-Lengg eröffnet. Die nach der nahegelegenen Stephansburg und dem bewaldeten Hügel, auf dem die Burg stand, benannte psychiatrische Anstalt «Burghölzli» erwarb sich rasch europaweit den Ruf eines wichtigen Behandlungs- und Forschungszentrums. Wie nach ihrer Gründung ist die PUK auch heute eine am aktuellen Stand des medizinischen Wissens orientierte und in vielen Bereichen der psychiatrischen Versorgung wie der dazugehörenden Forschung und Lehre richtungsweisende Institution.

Die organisatorischen Strukturen hatten damit aber nicht Schritt gehalten. Mit der Umwandlung in eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt erhält die PUK nun die nötigen unternehmerischen Kompetenzen, um im aktuellen wettbewerblichen Umfeld der Spitalversorgung längerfristig erfolgreich bestehen zu können. Dazu gehört nicht zuletzt die Verfügungsgewalt über die baulichen Investitionen. Wie beim Universitätsspital Zürich werden auch bei der PUK die Liegenschaften im Baurecht auf die Klinik übertragen. Damit werden alle wesentlichen Ressourcen für eine effiziente und hochstehende Leistungserbringung in der PUK in den Händen ihrer Führungsorgane liegen.

Mit ihren rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deckt die PUK die vier Bereiche Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Alterspsychiatrie und Forensische Psychiatrie ab. Im vergangenen Jahr wurde ihr Versorgungsangebot mit insgesamt 184'000 stationären Pflegetagen, 46'500 tagesklinischen Behandlungstagen und 129'500 ambulanten Konsultationen in Anspruch genommen.

Stand: 11. Januar 2018