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Forschende der PUK Zürich zeigen, dass Achtsamkeitsmeditation die positiven Effekte von Psilocybin verstärkt

Seit einigen Jahren zeichnet sich ein wachsendes Interesse am klinischen Einsatz klassischer Psychedelika ab. Im Fokus steht vor allem deren therapeutisches Potenzial bei Depressionen und Angststörungen. Forschende der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zeigen nun, dass Achtsamkeitsmeditation die positiven Effekte einer Einzeldosis Psilocybin, das in Pilzen vorkommt, verstärken kann – auch längerfristig.

Halluzinogene Stoffe wie LSD oder Psilocybin, das in den sogenannten Zauberpilzen steckt, verändern die Wahrnehmung: Die Grenzen des Selbst beginnen sich aufzulösen, ein Gefühl des Glücks und der Verbundenheit mit anderen Menschen und der Welt breitet sich aus. Solche Erfahrungen von Selbsttranszendenz und verminderter Selbstfokussierung gleichen den Zuständen, die auch in der Achtsamkeitsmeditation auftreten. Sie können zu Stressabbau, anhaltenden Glücksgefühlen sowie zu mehr Empathie und Altruismus führen. Im Gegensatz dazu sind eine überhöhte Selbstzentrierung, wiederkehrende negative Gedanken und Gefühle gegenüber der eigenen Person und ein beeinträchtigtes Sozialverhalten charakteristische Merkmale von psychischen Störungen wie Depressionen.

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Stand: 24. Oktober 2019