Depressive Erkrankungen sind häufig und zählen zu den wichtigsten Ursachen für Einschränkungen in der gesellschaftlichen Teilhabe. Während die Hälfte der Betroffenen auf die erstgewählte Behandlungsmethode, z.B. ein Medikament oder eine Psychotherapie, sehr gut anspricht, bleibt bei der anderen Hälfte eine nachhaltige Besserung aus, leider oft auch nach weiteren Behandlungsversuchen. Gestaltet sich die Therapie schwierig, spricht man von einer schwer zu behandelnden Depression. In dieser Situation kann eine diagnostische und therapeutische Zweitmeinung («Second Opinion») hilfreich sein.

Zielgruppe

Patientinnen und Patienten mit einer schwer zu behandelnden Depression beziehungsweise einer Therapieresistenz, d.h. nach mindestens zwei fehlgeschlagenen adäquaten Therapieversuchen während der aktuellen Episode.

Angebot

Die Spezialsprechstunde bietet eine Abklärung im Sinne einer Zweitmeinung und Beratung, Indikationsstellung und (zeitlich limitierte) Durchführung von speziellen Therapieverfahren. Es wird nach Ursachen für den fehlenden Behandlungserfolg gesucht sowie geprüft, inwieweit eine Reihe spezialisierter Behandlungsoptionen aus dem Bereich der biologischen und pharmakologischen Therapien sowie der Psychotherapie zu einer Verbesserung der Situation verhelfen können. Das Angebot umfasst:

  • Umfassende Diagnostik einschliesslich laborchemischer Untersuchung, Bildgebung mittels Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (extern), Elektrophysiologie mittels Elektroenzephalogramm (EEG) sowie Fragebögen zu den Symptomen
  • Die Therapieangebote beinhalten klassische pharmakologische Behandlungen mit Antidepressiva, Augmentationsschemata mit zum Beispiel Lithium oder Neuroleptika, interventionelle Methoden mittels repetitiver transkranieller Magnetstimulation (TMS) und Elektrokonvulsionstherapie (EKT).
  • Auch moderne, schnell wirksame Methoden wie beispielsweise intranasale Ketamingabe sowie spezifische, evidenzbasierte psychotherapeutische Verfahren (CBASP) im tagesklinischen Setting können angeboten werden.

Die Spezialsprechstunde «Second Opinion Depression» ist eng mit den stationären, tagesklinischen und ambulanten Angeboten der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zur Behandlung von depressiven Erkrankungen vernetzt.

Behandlungsteam

Das Behandlungsteam besteht aus Psychiaterinnen und Psychiatern, Psychologinnen und Psychologen sowie Pflegefachpersonen.

Leitung:
PD Dr. med. Sebastian Olbrich, Leiter Zentrum für Depressionen, Angsterkrankungen und Psychotherapie

Zuweisung / Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über die Triage:
Telefon 058 384 20 00
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Wir bitten Sie, uns das Überweisungsschreiben einer Fachärztin oder eines Facharztes beizulegen.

Kosten

Die Kosten werden in der Regel abzüglich Franchise und Selbstbehalt von der Krankenkasse übernommen. Bei einigen Behandlungsmethoden (z.B. TMS oder Ketamingabe) kann eine Kostengutsprache notwendig werden. Ausserkantonale Patientinnen und Patienten benötigen eine Kostengutsprache durch den Kantonsarzt.

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