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Ethnopsychiatrische Behandlung

Konzept und Zielsetzung

Die Station A1 für Akutpsychiatrie des Zentrums für Akute Psychische Erkrankungen ist eine gemischtgeschlechtliche, teiloffen geführte Akutstation zur Behandlung aller psychischer Krankheiten. Der Schwerpunkt liegt in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung von Patientinnen und Patienten mit migrationsassoziierten Lebenshintergründen sowie transkulturellen und psychotraumatologischen Fragestellungen.
Die Behandlung folgt einem bio-psycho-sozialen Ansatz unter Einbezug von Konzepten der Sozialanthropologie, Ethnopsychologie und Medizinethnologie. Den spezifischen sozio-legalen Herausforderungen des postmigratorischen Lebenskontextes wird Rechnung getragen.

Zielgruppe

Patientinnen und Patienten mit migrationsspezifischen, transkulturellen und psychotraumatologischen Fragestellungen.

Angebot

Neben dem üblichen psychiatrischen Diagnostik- und Therapieangebot verfügt die Station A1 für Akutpsychiatrie über ein in der psychotherapeutischen Behandlung von Migrantinnen und Migranten erfahrenes Behandlungsteam sowie die Möglichkeit qualifizierter Übersetzung. Das spezifische Angebot umfasst unter anderem:

  • Ergänzende medizinethnologische und ethnopsychologische Diagnostik und Therapie unter Einbezug trans- und soziokultureller Fragestellungen
  • Traumaspezifische Therapie / Narrative Expositionstherapie (NET) in Einzeltherapie
  • Unterstützung bei Rechtsabklärungen
  • Vermittlung bei Behörden
  • Organisation einer geeigneten Nachbetreuung und -behandlung

Behandlungsteam

Das multidisziplinäre Behandlungsteam setzt sich zusammen aus Fachpersonen der Psychiatrie / Medizin, Psychologie, Physio- und Bewegungstherapie, Arbeits- und Ergotherapie, Musiktherapie und Soziale Arbeit.

Kosten

In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten gemäss Vertrag mit der Krankenversicherung. Ausserkantonale Patientinnen und Patienten benötigen eine Kostengutsprache des Kantonsarztes.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt in der Regel durch die vorbehandelnden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte telefonisch und/oder schriftlich bei der Triage-Oberärztin respektive beim Triage-Oberarzt oder an die zuständige ärztliche Leitung, die auch gerne weitere Informationen erteilt. Asylsuchende benötigen eine Zuweisung durch den Gatekeeper.

Stand: 19. März 2018

Weiterführende Informationen