Forensische Psychiatrie

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Ambulante Angebote und psychiatrische Gefängnisversorgung

Nach Abschluss der stationären Behandlung von psychisch kranken Straftäterinnen und Straftätern erfolgt in der Regel eine intensive und aufsuchende ambulante Nachsorge, um den Übergang in die Freiheit möglichst reibungslos und unter sorgfältiger Erfassung möglicher Risiken gestalten und die erzielten Behandlungserfolge stabilisieren zu können. Zu diesem Zweck besteht ein umfassendes medizinisch-sozialarbeiterisches Betreuungsangebot des Zentrums für Ambulante Forensische Therapie mit aufsuchender Hilfe und einer engen Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Wohn- und Arbeitsumfeld, aber auch mit den zuständigen Mitarbeitern der Bewährungs- und Vollzugsdienste.

Zielgruppe

Das Zentrum für Ambulante Forensische Therapie widmet sich der Anschlussbehandlung beziehungsweise der psychiatrischen Nachsorge von psychisch kranken Straftäterinnen und Straftätern aus dem Kanton Zürich, die vorab im Rahmen gerichtlich angeordneter Massnahmen im Zentrum für Stationäre Forensische Therapie der Klinik für Forensische Psychiatrie oder in anderen Massnahmeeinrichtungen untergebracht waren.

Konzept

In unserer Arbeit kommen wir einer spannungsvollen Aufgabe nach: Einerseits arbeiten wir auf die Verhinderung erneuter Delikte hin. Damit stehen wir im Dienst der gesellschaftlichen Sicherheit. Andererseits sind wir auch gegenüber den Patientinnen und Patienten in der Pflicht. Wir behandeln deren Krankheit, fördern Fähigkeiten und Ressourcen und begleiten die soziale und berufliche Wiedereingliederung.

Team

Das multidisziplinäre Behandlungsteam setzt sich zusammen aus Fachkräften der Berufsgruppen Psychiatrie, Pflege und Soziale Arbeit.

 

Psychiatrische Gefängnisversorgung

Eine der Kernaufgaben der psychiatrischen Gefängnisversorgung besteht in der psychiatrischen Versorgung aller in den Zürcher Haft- und Vollzugseinrichtungen untergebrachten Personen.

Primäres Ziel ist die Erhaltung der Gesundheit und die Vermeidung gesundheitlicher Schäden, welche durch die Inhaftierung ausgelöst oder mitbedingt sein könnten. Der psychiatrischen Grundversorgung kommt eine grosse Bedeutung zu, da in der Gefangenenpopulation eine Anreicherung von Menschen mit psychischen Auffälligkeiten wie Persönlichkeitsstörungen, klassischen psychiatrischen Erkrankungen oder Anpassungsstörungen im Sinne einer Haftreaktion stattfindet.

Die psychiatrischen Gefängnisversorgung betreut etwa 1400 Insassen in verschiedenen Hafteinrichtungen im Kanton Zürich. In der psychiatrischen Grundversorgung werden ca. 40 Prozent aller Insassen ein oder mehrere Male auf eigenen Wunsch oder auf Empfehlung Dritter durch unsere Mitarbeitenden gesehen.

Weiterführende Informationen