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Fachstelle Entwicklungspsychiatrie

Entwicklungspsychiatrische Fachstelle für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung

Aufgrund der besonderen Entwicklungsbedingungen von geistig behinderten Kindern und Jugendlichen besteht bei diesen ein bis zu zweifach erhöhtes Risiko für das Auftreten psychiatrisch zu behandelnder Symptome. Häufig sind Störungen der Selbstregulation mit Auto- und/oder Fremdaggression, sexuell abweichendes Verhalten, Schwierigkeiten in der Nähe-Distanzregulation, sowie eine Ausweitung der bestehenden Entwicklungsstörung durch emotionale Beeinträchtigungen.

Die entwicklungspsychiatrische Fachstelle ist Teil des 2012 genehmigten Rahmenkonzepts  für die psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung und besteht seit November 2013. Das Konzept wurde im Auftrag der Gesundheitsdirektion und des Volksschulamtes Zürich ausgearbeitet.

Wir arbeiten psychodynamisch, systemisch und verhaltenstherapeutisch und stimmen die Massnahmen auf den individuellen Einzelfall ab. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und betreuenden Pädagogen ist für unsere Arbeit wichtig.

In der Regel erfolgt eine entwicklungsbezogene Diagnostik und Indikationsstellung für die nachfolgenden Empfehlungen zum psychotherapeutischen Vorgehen, einer eventuellen Anpassung der Versorgungs- und Betreuungsstrukturen, allenfalls möglicher medikamentöser Behandlungsoptionen und  einem möglichen Systemarbeit (Eltern und Betreuer).

Fachstelle geistige Behinderung - Schema

kujp = kinder-und jugendpsychiatrisch

Aufgaben:

  • Unterstützung zur Indikationsstellung einer stationären versus ambulanten Behandlung und bei der Suche nach Behandlungsplätzen, insbesondere ergänzende Triagefunktion für Eintritt Behandlungsstufe 2
  • Übernahme besonders komplexer Fälle und/oder sehr dringlicher Fälle
  • Fallbesprechungen vor Ort (Institutionen)
  • Konsilien in der Erwachsenenpsychiatrie
  • Unterstützung ambulant arbeitender Kollegeninnen und Kollegen in der Fallarbeit (innerhalb und ausserhalb der KJPP)
  • institutionelle Vernetzungsarbeit
  • Sammlung und Weitergabe von spezifischem Fachwissen (diagnostisch und therapeutisch)
  • bspw. auch Organisation von spezifischen Weiterbildungen
  • Erhebungen zum kantonalen fachspezifischen kinder- und jugendpsychiatrischen Bedarf

Stand: 20. November 2017

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