Ambulantes Angebot

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Fachstelle Zivilrecht

Fachstelle zivilrechtliche Gutachtung und Beratung

Trennung und Scheidung

Wenn Eltern sich trennen, stellen sich für alle betroffenen Familienmitglieder neue Herausforderungen in einer sich verändernden Lebenswelt. Vielen Eltern gelingt es gemeinsam mit ihren Kindern, diese Veränderungen erfolgreich zu bewältigen. Ein anderer Teil von Eltern verliert  die Bedürfnisse ihrer Kinder kurzzeitig oder langfristig aus dem Blick, Konflikte zwischen den Erwachsenen eskalieren, werden in den Mittelpunkt gerückt und scheinen unauflösbar. Dies stellt ein Entwicklungsrisiko für Kinder und Jugendliche dar, da sich diese im Strudel der elterlichen Auseinandersetzungen befinden.

Unsere Fachstelle zivilrechtliche Gutachten und Beratung als Teil der ambulanten Angebote der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJPP) des Kantons Zürich bietet spezifische Interventionen für Familien in Trennung und Scheidung an.

Arbeitsschwerpunkte

Gutachterliche Tätigkeit im Auftrag von Gerichten und Behörden

  • Trennung/Scheidung
    • Sorgerechts,- Obhuts-, Betreuungszuteilungen
    • Lösungsorientierte Begutachtung
    • Ausloten von Lösungsoptionen im strittigen Familiensystem
    • Hinwirken mit den Eltern auf einvernehmliche Lösungen im Sinne der Kinder
  • Kindeswohlgefährdungen 
    Der unmittelbare Schutz der Kinder, ambulante Unterstützungsangebote für Eltern und Kinder sowie kurz- oder längerfristige Familien ergänzende Platzierungen stehen in diesen Situationen im Zentrum.
    • Beantwortung der Fragen nach dem Vorliegen und den Ursachen einer akuten oder chronischen Kindeswohlgefährdung
    • mögliche Interventionsoptionen  aufzuzeigen
  • Fragen zu Kindes-Platzierungen
  • Namensänderungen

Beratung und Mediation

  • Beratung von hochstrittigen Eltern im Auftrag von:
    • betroffenen Eltern selbst
    • der Kinder- und Jugendschutzbehörden (KESB)
    • den Gerichten
  • Ziele:
    • Eltern frühzeitig ein adäquates Beratungsangebot zu unterbreiten
    • Chronifizierung des Konflikts und somit Entwicklungsrisiken für die betroffenen Kinder vorbeugen
    • elterliche Konfliktdeeskalationen

Therapeutische Hilfen für Eltern und Kinder

  • Kinder brauchen Eltern, die sich weiterhin verantwortlich fühlen und verantwortlich handeln
  • Kinder brauchen Eltern, die weiterhin ihre Bedürfnisse wahrnehmen und auf sie eingehen
  • Verlässliche Regelungen der Betreuungszeiten, Übergänge, Ferien etc.
  • Eltern-Kind-Beziehungen sollen geschützt und Bindungspersonen erhalten werden («gelebte» Beziehungszeiten, quantitativ u. qualitativ)
  • Kinder brauchen Unterstützung, sich an die neuen, veränderten Verhältnisse anzupassen bei gleichzeitig sich verändernden kindlichen Entwicklungsbedürfnissen
  • Konfliktdeeskalation und Bindungstoleranz sind zentral

Weitere Arbeitschwerpunkte

  • Teilnahme an Kindesanhörungen bei Gericht? 
  • Beratung für Behörden und Fachpersonen/Supervision
  • Vorträge und Weiterbildungen

 

Stand: 10. April 2018

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