Fachstellen und Spezialangebote

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Therapie für Klein- und Vorschulkinder

Viele Klein- und Vorschulkinder zeigen zeitweise Verhaltensweisen, die für die Eltern nicht verständlich sind oder den Alltag in der Familie sehr belasten. Vor allem trotziges oder provozierendes Verhalten kann Eltern an ihre Grenzen bringen. Oft kommen noch kritische Bemerkungen zu ihrem Erziehungsverhalten von Verwandten oder Nachbarn dazu.

Sie können solche Probleme mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin besprechen oder sich an eine Fachperson der Mütter- und Väterberatung wenden. Falls eine Erziehungsberatung nicht die erhoffte Verbesserung bringt und Sie als Familie und/oder das soziale Umfeld weiterhin unter den Verhaltensauffälligkeiten Ihres Kindes leiden, steht Ihnen die Spezialambulanz für Klein- und Vorschulkinder zur Verfügung.

Unser Angebot umfasst: 

Nach einer Diagnostikphase bieten wir kinderpsychologische und kinderpsychiatrische Beratung und Behandlung an.

Wir verfügen über eine spezialisierte Behandlungsform unter Einbezug der Eltern oder eines Elternteils: Die Parent-Child Interaction Therapy PCIT (Eltern-Kind-Interaktionstraining) ist eine Therapieform, die in den USA von Sheila Eyberg speziell für 2-6-jährige Kinder mit aggressiven, trotzigen und/oder oppositionellen Verhaltensauffälligkeiten entwickelt und von W. Briegel 2016 übersetzt und im deutschsprachigen Raum etabliert wurde. PCIT basiert auf Prinzipien der Verhaltenstherapie und der Spieltherapie und ist evidenzbasiert – d.h. die Wirksamkeit dieser Therapie ist gut belegt.

PCIT besteht aus zwei Phasen: In der ersten Phase lernen die Eltern, mit ihrem Kind beim Spielen in einer besonderen Weise umzugehen und ihm die Führung zu überlassen, solange es sich dabei angemessen verhält. Dieses Spieltraining stärkt die Eltern-Kind-Beziehung. Sobald Eltern diese neuen Fertigkeiten erlernt haben, beginnt die zweite Phase, das Erziehungstraining: Nun üben die Eltern, wirkungsvoll die Führung zu übernehmen, wenn es nötig ist.

Die gesamte Behandlung mit dem Eltern-Kind-Interaktionstraining dauert etwa 15-20 Sitzungen, die am besten wöchentlich stattfinden. Dabei sind Eltern und Kind allein in einem Raum und werden von den Therapeuten live über ein Ohrmikrofon angeleitet. Wenn die Eltern sicher in der Anwendung der neuen Fertigkeiten sind, die Verhaltensauffälligkeiten auf ein für das Alter des Kindes normales Niveau gesunken sind und der Alltag mit dem Kind gut zu bewältigen ist, kann die Therapie abgeschlossen werden.

Zielgruppe: Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren und ihre Eltern, bzw. ein Elternteil.

Das ambulante, interdisziplinäre Angebot umfasst Hilfestellung bei nachfolgenden Symptomen:

  • Auffälligkeiten im Bindungs- und Interaktionsverhalten
  • Aggressives, trotziges und/oder oppositionelles Verhalten
  • Ängste und andere emotionale Auffälligkeiten

Ansprechpartner:

Frau Dr. med. Veronika Mailänder-Zelger, {M83E03EBE010C086841717E569BA5C7D5O}{83E03EDA9FC2C59E7C3D25ECA396A18D}

Frau Dr. phil. Marina Zulauf-Logoz, {M83E03EBE010C086841717E569BA5C7D5O}{83E03EDBDE29030C43C7E9F2710715B7}

 

Stand: 23. Juni 2020