ZEN

Bild Kopfzeile

Für Betroffene

Als junger Erwachsener oder als Jugendlicher sieht man sich manchmal mit Lebenserfahrungen konfrontiert, die plötzlich alles bisher Erlebte in einem neuen Licht sehen lassen. Oder man findet sich in einem Prozess wieder, in dem nichts mehr sicher scheint. Es kann auch sein, dass plötzlich Dinge möglich werden, die man früher nie geglaubt hätte. Vielleicht empfindet man sich selbst nicht mehr als die gleiche Person wie früher. Möglicherweise würden die Fachleute dann das, was man erlebt, Psychose nennen. Manchmal sind die eigene Familie und Freunde irritiert über das veränderte Verhalten und können nicht nachvollziehen, was einen so stark beschäftigt. Die Zukunftspläne, die man hatte, scheinen plötzlich unerreichbar oder vielleicht auch nicht einmal mehr interessant. All das kann eine grosse Verunsicherung auslösen und heftige Gefühle bewirken, sei es Angst, Wut, aber vielleicht auch ungeahnte Lebensfreude, Neugierde, Wissensdurst zu Themen, die einen früher gar nicht interessiert haben.

Vielleicht erleben Sie etwas Ähnliches oder haben es vor kurzem erlebt. Manchmal wird man von einer grossen Trauer oder einer inneren Leere erfasst, von Müdigkeit und Erschöpfung, und man macht sich eventuell grosse Sorgen über die eigene Zukunft. Man hat vielleicht die Erfahrung gemacht, dass einen in diesem Erleben keiner verstehen kann. Deshalb zieht man sich allenfalls auch innerlich zurück. Und wenn man verunsichert ist, ob man der eigenen Wahrnehmung überhaupt noch trauen kann, wie soll man dann anderen Menschen trauen?

Das ZEN versucht, junge Menschen mit solchen oder ähnlichen Erfahrungen zu begleiten und sie zu unterstützen. Die Fachpersonen, die im ZEN arbeiten, interessieren sich für solche Prozesse und setzen sich damit auseinander, was Menschen mit Psychose-Erfahrung helfen könnte.

Wir möchten Sie unterstützen, Ihren individuellen (Recovery-)Weg hin zu mehr Lebensqualität und zu einem erfüllten Leben zu gehen, welcher für Sie Sinn macht und in dem Sie sich so gesund wie möglich fühlen.

Stand: 16. Januar 2018