ZEN

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Hintergrund

Psychosen sind schwere psychische Erkrankungen, für deren Verlauf in den ersten Jahren nach der Ersterkrankung entscheidende Weichen gestellt werden. In einer Reihe internationaler Studien konnte gezeigt werden, dass eine leicht zugängliche und intensivierte Behandlung in den ersten drei Jahren nach Ersterkrankung diesen Verlauf günstig beeinflussen kann. Darüber hinaus sind diese Ansätze kosteneffektiv in Bezug auf die gesamten Gesundheitskosten.

Das Zürcher Erstpsychosen Netzwerk (ZEN) soll ein solches intensiviertes Behandlungsangebot schaffen, indem bestehende Behandlungsangebote aus der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und niedergelassenen Fachärzten zusammengefasst werden. Das Netzwerk ist auch offen für Hausärzte und Wohn- und Arbeitseinrichtungen für junge Erwachsene. Der Zugang zum Netzwerk und die Koordination innerhalb des Netzwerkes werden durch ein zentrales Team getragen, in dem die Mitarbeitenden vor allem eine Rolle als Netzwerk-Coach ausführen. Darüber hinaus erfolgt eine Weiterentwicklung der bestehenden Behandlungsangebote innerhalb des Netzwerks sowie eine systematische Qualitätssicherung und Fortbildung.

Durch diese Massnahmen ermöglicht das ZEN sowohl eine optimierte Behandlung in der kritischen Phase nach der ersten Psychose als auch die Evaluation eines neuen Versorgungsmodells zur Überbrückung mehrerer Schnittstellen, wie zum Beispiel Klinik - Niedergelassene und Jugendliche - Erwachsene. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung einer gemeindenahen und patientenzentrierten Psychiatrie für diese vulnerable Patientengruppe geleistet.

 

Ziele des Zürcher Erstpsychosen Netzwerks sind:

  • Verkürzung der Dauer der unbehandelten Psychose durch Früherkennung, vereinfachte Zuweisung und niederschwellige Behandlungsangebote
  • Reduktion der hohen Rate an Behandlungsabbrüchen durch kontinuierliches Netzwerk-Coaching und Koordination der Behandlung
  • Aufrechterhaltung und Verbesserung der Behandlungsqualität

Stand: 16. Januar 2018