Ausbildung - die eigene Zukunft mitgestalten

Das Kompetenzzentrum Bildung der Direktion Pflege, Therapien und Soziale Arbeit ist verantwortlich für die Ausbildung von 12 Gesundheitsberufen. Dies umfasst die Durchführung von psychiatriespezifischen Ausbildungssequenzen, die Gewährleistung der berufsdidaktischen Begleitung sowie die Organisation von Praktikumsplätzen. Je nach Beruf und Bildungsstufe sind unterschiedliche fachliche und strukturelle Anforderungen zu berücksichtigen. Im Jahr 2022 zeichnete das Kompetenzzentrum Bildung für die Ausbildung von rund 180 Lernenden und Studierenden mit insgesamt 3’800 Ausbildungswochen verantwortlich.

René Duchow, Leiter Kompetenzzentrum Bildung

Sprungbrett zur Weiterbildung

An der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich hat sich die Ausbildung zur Fachfrau respektive zum Fachmann Gesundheit mit jährlich rund 60 Lernenden als ein Erfolgsrezept etabliert. Einerseits werden für den aktuellen Bedarf an Fachpersonen Gesundheit EFZ auf den Stationen junge Menschen gewonnen. Andererseits stellt diese Ausbildung ein entscheidendes Sprungbrett für Berufseinsteigende dar, um sich im Gesundheitswesen beispielsweise zu Pflegefachpersonen HF weiterzuentwickeln oder den Bachelor in Pflege FH zu absolvieren. Die Ausbildung ist generalistisch ausgerichtet, wobei das Fachgebiet der Psychiatrie durch den Lernort im Stationsalltag und durch das Kompetenzzentrum Bildung vertieft vermittelt wird.

Höhere Berufsausbildung für Schlüsselrollen

Mit der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann HF wird eine wichtige Basis für die direkte Pflege von Patientinnen und Patienten geschaffen. Sie gewährleistet den Erwerb von praxisorientierter Fachkompetenz in der Begleitung und Unterstützung von psychisch kranken Menschen in unterschiedlichen Versorgungsbereichen. Die akademische Ausbildung in Pflege in Form eines Bachelorabschlusses einer Fachhochschule oder Universität sichert einen wichtigen Zugang zur Wissenschaft und deren Transfer in die Praxis. Die Absolventinnen und Absolventen dieser Studiengänge nehmen als Fachexpertinnen oder –experten entscheidende Schlüsselrollen in der Qualitätsentwicklung und –sicherung ein.

Interprofessionalität schafft Synergien

Im Jahr 2022 wurden die Ausbildungen in den verschiedenen therapeutischen Berufen (zum Beispiel Ergotherapie, Physiotherapie, Ernährungsberatung und Aktivierungstherapie) sowie die Ausbildungen in der Sozialen Arbeit in das Kompetenzzentrum Bildung integriert. Neben einer Professionalisierung der Ausbildungsgestaltung können fachliche Synergien genutzt und die Interprofessionalität bereits in der Ausbildung gefördert werden. Mit der Integration und der damit verbundenen zentralen Steuerung wurden die unterschiedlichen Praktikumssituationen für die Studierenden, sowohl in struktureller als auch fachlicher Hinsicht, weiter optimiert.

Aktive Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit den verschiedenen Ausbildungsinstitutionen wie zum Beispiel mit dem Zentrum für Ausbildungsberufe (ZAG) in Winterthur oder den verschiedenen Fachhochschulen wie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), der Fachhochschule Ost, Bern, Freiburg oder Tessin werden intensiv gepflegt. Die Psychiatrie entwickelt sich weiter und dadurch verändern sich auch die Ausbildungsgänge. Diese Prozesse aktiv mitzugestalten, Perspektiven für Lernende und Studierende zu eröffnen sowie Wissen und Können zu vermitteln, um die zukünftigen Berufsleute für die selbstständige und eigenverantwortliche Ausübung ihrer Tätigkeiten vorzubereiten, gilt als die Kernaufgabe der Bildung. Die nächste Generation von Mitarbeitenden steht in den Startlöchern und wird diese Zukunft mitgestalten.

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