Risikomanagement
Im Geschäftsjahr 2025 hat die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich ihren Risikomanagementprozess weiterentwickelt und stärker mit der Strategie- und Geschäftsplanung verknüpft. Der Fokus lag darauf, die wesentlichen Risiken systematisch abzuleiten, zu bewerten und gegen die Opportunitäten der Pläne abzuwägen. Das Interne Kontrollsystem bildet die zentralen risikomindernden Massnahmen ab und unterstützt eine transparente, verbindliche Steuerung in der Unternehmensführung.
Ernst Bachmann, Leiter Unternehmensentwicklung
Einen Schwerpunkt im Berichtsjahr bildete der Aufbau des Business Continuity Managements, das als mehrjähriges Programm umgesetzt wird. Es wurden kritische Ressourcen wie Personal, Gebäude, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie externe Dienstleister identifiziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Geschäftsfortführung bewertet. Entsprechende Wiederanlaufmechanismen wurden weiter konkretisiert und mit der Krisenorganisation abgestimmt, um im Ereignisfall rasch und koordiniert handeln zu können.
Daneben wurde die Weiterentwicklung des Informationssicherheits-Management-Systems fortgeführt. Die hohe Dynamik rund um die künstliche Intelligenz und digitale Anwendungen hat die Anforderungen an die Informationssicherheit und den Datenschutz erhöht. Entsprechend wurden die Schutzmassnahmen verstärkt sowie Verantwortlichkeiten und das Bewusstsein für den sachgerechten Umgang mit sensiblen Daten weiter geschärft.
Im Rahmen von Wirksamkeitsprüfungen wurde die Effektivität des Internen Kontrollsystems überprüft und bestehende Kontrollen gezielt weiterentwickelt. Die daraus abgeleiteten Optimierungen stärken die risikomindernden Massnahmen und erhöhen die Transparenz für die Führung und Aufsicht.
Mit der Inbetriebnahme des Grossambulatoriums «im Quadro» in Zürich-Oerlikon im Frühling 2025 konnten die neuen Angebote Erstversorgungssprechstunde, Kurzzeittherapie und Tagesklinik erfolgreich vor Ort etabliert werden. Damit wurde das Risiko reduziert, dass Leistungen nicht wie geplant erweitert werden können. Das Angebot soll zudem mittelfristig dazu beitragen, Wartelisten abzubauen. Die Reform zur einheitlichen Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen (EFAS) soll mittelfristig die Rahmenbedingungen im ambulanten Geschäft verbessern.
Trotz eines weiterhin angespannten Arbeitsmarktes im Gesundheitswesen zeigen die Massnahmen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zur Personalgewinnung und -bindung Wirkung. Die personellen Ressourcen konnten in zentralen Bereichen weitgehend stabil gehalten werden.
Insgesamt wurden die risikomindernden Massnahmen im Berichtsjahr regelmässig überprüft und bei Bedarf nachjustiert. Durch ein enges Monitoring, klare Verantwortlichkeiten und kurze Entscheidungswege bleibt die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich für unterschiedliche Szenarien gewappnet und gewährleistet eine hohe Qualität und Sicherheit ihrer Leistungsangebote.