Zuweiser & Fachpersonen

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Therapieformen

Ausgehend von der erfolgten psychiatrisch-psychologischen Diagnostik erstellen wir eine Therapieplanung, die sowohl das Kind und seine Situation wie auch störungsspezifische Aspekte berücksichtigt.

Sind die Eltern einverstanden, können wichtige Bezugspersonen wie z.B. Kindergärtnerinnen, Lehrpersonen oder weitere Fachleute miteinbezogen werden.

Die psychotherapeutischen Methoden orientieren sich an wissenschaftlichen Prinzipien. Sie reichen von kognitiv-verhaltenstherapeutischen über tiefenpsychologische bis hin zu systemischen Ansätzen, um nur die am meisten eingesetzten Therapieformen zu nennen.

Die Therapien können ambulant, Zuhause, teilstationär oder stationär durchgeführt werden.
 

 

Einzeltherapie

In der Einzeltherapie werden die Ressourcen des Patienten aktiviert, seine Probleme aktualisiert, klärende Prozesse unterstützt und Hilfen zur Problembewältigung vermittelt. Der Fokus der einzeltherapeutischen Arbeit kann zum einen auf der intensiven Bearbeitung der Symptome und zum anderen auf der Klärung und Veränderung von dahinter liegenden Problemen liegen. Ziel ist die Veränderung von Denk-, Gefühls- und Handlungsmustern, so dass es zu einer Abnahme der Schwierigkeiten und der damit einhergehenden Beeinträchtigung kommt.

 

Elternberatung

Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten spielt die Beratung der Eltern eine wichtige Rolle. Die Eltern der bei uns behandelten Kindern und Jugendlichen werden zum einen über das Störungsbild ihres Kindes aufgeklärt und zum anderen dahingehend beraten, wie sie ihren Umgang mit dem Kind und seinen Problemen noch verbessern können.

Ebenso können erzieherische Fragestellungen angegangen werden. So kann es darum gehen, zusammen mit den Eltern im Umgang mit ihren Kindern und Jugendlichen bei Schwierigkeiten Lösungswege zu erarbeiten und ihnen Hinweise auf geeignete erzieherische Methoden zu geben.

 

Familientherapie

Die Familientherapie setzt explizit an der Interaktion zwischen oder bei einzelnen Familienmitgliedern an, mit der Zielsetzung, die Funktionsfähigkeit der Gesamtfamilie, eines Subsystems oder einzelner Familienmitglieder zu verbessern.

 

Gruppentherapie

Mit wenigen Ausnahmen richten sich unsere Gruppentherapieangebote an ambulante Patienten. Einen Überblick über diese Angebote, zu denen Sie als Behandler oder Zuweiser Ihre Patienten anmelden können, erhalten Sie mit Hilfe der Navigationsleiste.

Im Rahmen dieser Gruppentherapien werden wiederholt innovative Forschungsprojekte der Universität Zürich durchgeführt, an denen die uns zugewiesenen Kinder und Jugendliche (zum Teil auch die Eltern) teilnehmen können. Diese Projekte werden sorgfältig begleitet und wissenschaftlich untersucht.

 

Asperger Syndrom

Die Gruppentherapie für Jugendliche mit einem Asperger-Syndrom richtet sich an Mädchen und Jungen von 12-18 Jahre mit einem Asperger-Syndrom oder Atypischen Autismus (z.B. High-Functioning-Autism).

 

Aufmerksamkeitsstörung mit/ohne Hyperaktivität

Die aus 6 Kindern bestehende Gruppe richtet sich an Mädchen und Jungen der 4. bis 6. Klasse mit einer Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität.

 

DBT 2P (Dialektisch – Behaviorale Training zur Prävention von psychischer Störungen)

In der Früherkennungssprechstunde für Psychosen wird 13-18 jährigen Jugendlichen mit einer Ersterkrankung oder mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Psychose das Gruppentraining DBT-2P angeboten. Ziel der Gruppe ist, sich Fertigkeiten und Bewältigungsformen anzueignen um Schwierigkeiten im Alltag besser meistern zu können.

 

Essstörungen

Die Gruppe richtet sich an 14-18-jährige Jugendliche mit Essstörungen. Dazu gehören sowohl Anorexia und Bulimia nervosa als auch verschiedene atypische Formen von Essstörungen.

 

Oppositionelles Problemverhalten

Die Interventionen sind auf acht- bis zwölfjährige Jungen und Mädchen ausgerichtet, die eine oppositionelle Verhaltensproblematik aufweisen. Eine Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) kann ebenfalls vorliegen. Begleitend dazu findet ein Erziehungstraining für deren Eltern statt.

 

Selbstverletzungen, Stimmungsschwankungen und Impulsivität

Die Fertigkeiten- oder Skillsgruppe im Rahmen der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) richtet sich an 14-18-jährige weibliche Jugendliche, die «boderline-ähnliche» Symptome aufweisen, wie z.B. Suizidgedanken, Selbstverletzungen, Stimmungsschwankungen und Impulsivität.

 

Soziale Ängstlichkeit

Therapieangebot für Kinder im Alter von 9-12 Jahren, die unter einer Angststörung leiden, welche mit sozialer Ängstlichkeit oder beeinträchtigter sozialer Kompetenz verbunden ist.

 

Störungsübergreifend

Psychodrama nach Moreno mit verhaltens- und gesprächstherapeutischen Elementen: Das Gruppenangebot richtet sich an Kinder im Alter von 8-12 Jahren mit unterschiedlichen Störungsbildern.

 

Trennung oder Scheidung der Eltern

Die Gruppe richtet sich an Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren, deren Eltern getrennt oder geschieden sind. Typischerweise bestehen bei den Kindern Auffälligkeiten im Sinne einer Anpassungsstörung.

 

Spezielle Psychotherapie-Programme

Der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst verfügt – neben den Gruppenpsychotherapien – über spezielle Psychotherapie-Programme, die im Wesentlichen als störungsspezifische Intensivprogramme mit einzelnen Kindern, mit Unterstützung von deren Eltern, konzipiert sind oder als Elterngruppen. Einen Überblick über diese Angebote erhalten Sie mit Hilfe der Navigationsleiste. 

Im Rahmen dieser speziellen Psychotherapie-Programme werden wiederholt innovative Forschungsprojekte der Universität Zürich durchgeführt, an denen die uns zugewiesenen Kinder und Jugendliche (zum Teil auch die Eltern) teilnehmen können. Diese Projekte werden sorgfältig begleitet und wissenschaftlich untersucht.

 

Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen

Die Kinder im Alter von 9-12 Jahren erlernen im Rahmen eines mehrwöchigen Trainings die Verbesserung ihrer Aufmerksamkeitsleistungen über die computergestützte Kontrolle ihrer elektrischen Hirnaktivität (Neurofeedback).

 

Erziehungsschwierigkeiten

Triple-P (Positive Parenting Program) richtet sich an Eltern von Patienten der Poliklinik in der Altersgruppe von 2-12 oder 12-16 Jahren. Die Indikation zur Teilnahme an einer Elterngruppe ist gegeben, wenn die Schwierigkeiten des Kindes in ihrer Entstehung und/oder in ihrer Aufrechterhaltung durch dysfunktionale Erziehungsstile bedingt sind.

 

Essstörungen

Es werden Elternabende für Eltern von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit Essstörungen angeboten, die einen aufklärenden und beratenden Schwerpunkt haben. Die Elternabende werden als Begleitung zu den laufenden Einzelbehandlungen und Gruppentherapien der Patienten angeboten.

 

Frühkindlicher Autismus

In dieses zweijährige verhaltenstherapeutische Intensivbehandlungs- und Förderprogramm werden Kinder mit frühkindlichem oder atypischem Autismus aufgenommen, die bei Eintritt unter fünf Jahre alt sind.

 

Therapie bei erhöhtem Psychoserisiko

Im Rahmen der Früherkennungssprechstunde für Psychosen wurde das Therapieprogramm Robin (standardisiertes Manual plus Smartphone App) für Jugendliche mit sogenannten Risikosymptomen entwickelt, um deren Beschwerden zu reduzieren, ihre allgemeine psychische Stabilität zu verbessern und eine mögliche psychotische Episode vorzubeugen. Mehr Informationen: http://www.kjpd.uzh.ch/de/klinische-forschung/psychose/projects/Studie-ETRo0.html

 

Trennungsangst

Die störungsspezifische Behandlung von trennungsängstlichen Kindern im Rahmen des TAFF-Projektes richtet sich an Kinder im Alter von 7-12 Jahren mit der Diagnose einer emotionalen Störung des Kindesalters mit Trennungsangst.

 

Sprechstunden

Neben der Grundversorgung hat die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie eine Reihe von speziellen Versorgungsangeboten entwickelt, die in beträchtlichem Umfang auch überregional spezielle Patientengruppen angezogen haben. Einen Überblick über diese Angebote, zu denen Sie als Behandler oder Zuweiser Ihre Patienten anmelden können, erhalten Sie mit Hilfe der Navigationsleiste. 

Im Rahmen dieser speziellen Versorgungsangebote werden wiederholt innovative Forschungsprojekte der Universität Zürich durchgeführt, an denen die uns zugewiesenen Kinder und Jugendliche (zum Teil auch die Eltern) teilnehmen können. So werden beispielsweise neuen Therapien und Therapieformen angeboten, die von uns sorgfältig begleitet und wissenschaftlich untersucht werden.

 

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS)

In dem breiten Spektrum von Problemen und Störungen, die die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie behandelt, spielen Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) eine besondere Rolle. Wir bieten ein spezialisiertes Programm der Abklärung und Therapie an und sind zugleich ein national und international renommiertes Zentrum zur Forschung bei ADHS.

 

Autismus-Spektrums-Störungen

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie liegt in der Diagnostik und Behandlung von autistischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen sowie in der Beratung von Eltern oder anderen Bezugspersonen von Kindern mit autistischen Störungen. Wir bieten ein intensives Therapieangebot auf verhaltenstherapeutischer Grundlage für jüngere Kinder mit autisischen Störungen an. Ferner wird für ältere Kinder mit dem Asperger-Syndrom ein spezielles Angebot der Gruppentherapie bereitgehalten.

 

Essstörungen

In einem weiteren Schwerpunkt bietet die Poliklinik die Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Essstörungen an. In dieser Sprechstunde können sich Eltern oder Jugendliche zu diesem Thema informieren und beraten lassen. Ferner gibt es Elternabende für Kinder und Jugendliche mit Essstörungen sowie ein Gruppentherapieangebot für Jugendliche mit Essstörungen.

 

Tic- und Zwangsstörungen

Leitung: Frau Prof. S. Walitza, Ärztliche Direktion

Früherkennung von Psychosen

Für Kinder und Jugendliche mit einer Psychose oder erhöhtem Risiko einer psychotischen Erkrankung wird unter der Leitung von Dr. med. Maurizia Franscini eine Sprechstunde angeboten. Die Spezialsprechstunde besteht aus einem interdisziplinären Team aus Ärztinnen und Psychologinnen.

 

Medikamentöse Therapie

Die Psychopharmakotherapie bei psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Bei manchen Störungen, wie etwa Psychosen, ist eine medikamentöse Behandlung die Basis für jegliche Therapie, bei anderen Störungen kann eine pharmakologische Behandlung die psychotherapeutische unterstützen. 
Die Psychopharmakotherapie ist symptomorientiert, d.h. sie beeinflusst bzw. unterdrückt lediglich Zielsymptome. Die in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wichtigsten Substanzgruppen sind: Stimulanzien, Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium und Tranquilizer.

Stand: 12. Dezember 2018