Das Zentrum für Kinder- und Jugendforensik ist ein modernes forensisches Kompetenz-, Abklärungs- und Behandlungszentrum für Minderjährige (10 bis 18 Jahre) und für junge Erwachsene (18 bis 25 Jahre), welche mehrheitlich in einem jugendstrafrechtlichen Verfahren stehen und/oder in einer Jugendmassnahme sind. Es leistet für den Kanton Zürich, aber auch für andere Kantone, einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit, zum Opferschutz, zur Prävention von Delikten, zur Ausbildung von spezifischen Fachkräften, zur Lehre und zum wissenschaftlichen Diskurs.
Die Arbeit des Zentrums für Kinder- und Jugendforensik steht im Spannungsfeld zwischen Justiz und Gesundheit. Zum einen sollen Delikte verhindert werden und die Beschuldigten gemäss unserer Gesetzgebung in gesellschaftliche, soziale und schulisch-berufliche Strukturen (wieder) eingegliedert werden. Zum andern sollen die Beschuldigten befähigt werden, ihre Ziele und ihre Lebenszufriedenheit auf legalem Weg zu erreichen, indem sie Fehlverhalten umstrukturieren und vermeiden lernen, ihre prosozialen Fähigkeiten aufbauen und ihre Ressourcen stärken lernen.
Dies bedingt, dass das Zentrum für Kinder- und Jugendforensik eine differenzierte Analyse der gesamten Lebensumstände der Beschuldigten vornimmt, sei es im Rahmen einer jugendstrafrechtlichen Begutachtung, einer Therapieplanung/-abklärung oder eines Konsils (FFA). In einem zweiten Schritt werden sodann die daraus gewonnenen Erkenntnisse in einer Massnahmenempfehlung mit entsprechenden Zielsetzungen festgehalten. Diese werden in einer von der Justiz angeordneten Massnahme in einem individuell zugeschnittenen Setting erarbeitet und umgesetzt.
Angebot
Das Angebot des Zentrums für Kinder- und Jugendforensik umfasst verschiedene Tätigkeiten: nebst Therapie, Psychiatrischer Grundversorgung inhaftierter Jugendlicher oder Begutachtungen bestehen weitere Dienstleistungen wie: