Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich plant am Standort Lengg Neubauten, um das stationäre Angebot der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Erwachsenenpsychiatrie und Alterspsychiatrie zu zentralisieren. Die Neubauten ermöglichen eine zukunftsorientierte Patientenbehandlung und schaffen attraktive Arbeitsplätze. Durch die Reduktion von sechs auf drei stationäre Standorte können ausserdem Synergien besser genutzt und die Effizienz gesteigert werden.
Ein Expertengremium hat im Rahmen eines Studienauftrags im Mai 2026 einstimmig das Projekt von Boltshauser Architekten AG zur Weiterbearbeitung empfohlen. Neben Fachvertretenden der PUK gehören dem Beurteilungsgremium namhafte Architekten, die Direktorin des Amts für Städtebau, das kantonale Amt für Raumentwicklung (Denkmalpflege) und Grün Stadt Zürich an.
Das Projekt schafft eine neue Identität der PUK und überzeugt durch hohe funktionale Qualität
Städtebaulich ergänzt das Projekt die bisher strenge, symmetrische Ordnung der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich mit halbkreisförmig angeordneten Neubauten und schafft attraktive, fliessende Übergänge zwischen Alt- und Neubauten sowie den Parkanlagen. Dies ist ganz im Sinne einer offenen Psychiatrie. Die Neubauten erhöhen die Aufenthaltsqualität für Patientinnen und Patienten erheblich und ermöglichen eine zeitgemässe psychiatrische Behandlung. Ausserdem überzeugt das Projekt durch eine hohe funktionale Qualität und die klare Struktur für Betrieb und therapeutisch wirksame Freiräume.
Ein Teilabbruch schafft Raum für die Weiterentwicklung, der Grossteil des Altbaus wird umgenutzt
Der Grossteil der bestehenden Gebäude bleibt erhalten, wird instandgesetzt und für nichtstationäre Nutzungen, Büros und Administration umgebaut. Die Neubauten sind notwendig, da die aktuellen Strukturen den heutigen Anforderungen an eine zukunftsorientierte Psychiatrie räumlich, technisch und funktional nicht mehr entsprechen. Die Umsetzung erfolgt etappiert und bedarfsgerecht mittels modularer und flexibler Gebäude und Räumlichkeiten. So sind Anpassungen je nach Bedarfsentwicklung, politischen Veränderungen und Investitionsplanung möglich.
Nächste Schritte
Die ersten Neubauten (Lengg Ost / Karl-Stauffer-Strasse) werden voraussichtlich ab Mitte der 2030er-Jahre bezugsbereit sein. Die vollständige Umsetzung aller Etappen erstreckt sich bis in die 2040er-Jahre. Die ursprüngliche Kostenprognose für die Neubauten von rund CHF 330 Mio. (+/- 25%) dient bei der Konkretisierung weiterhin als Zielvorgabe und wird kontinuierlich überprüft. Das vom Beurteilungsgremium empfohlene Projekt wird im öffentlich zugänglichen Restaurant Obstgarten, das sich auf dem Gelände der PUK befindet, ab dem 16. Juni 2026 für mindestens ein Jahr ausgestellt.
Visualisierungen (© Boltshauser Architekten AG, Änderungen vorbehalten)