4. Präventionstagung der FPP – Radikalisierung & Extremismus
Freitag, 22. Januar 2027
09:00 bis 16:45 Uhr
Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Hörsaal Z1 03, Lenggstrasse 31, 8032 Zürich
Referentinnen und Referenten
- Fw Selim Büchi, Sachbearbeiter Interventionsstelle gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus (IRE) der Kantonspolizei Zürich
- MLaw Kaspar Bünger, Staatsanwalt des Bundes, Verantwortlicher Terrorismus, Bundesanwaltschaft
- Fw mbA Thomas Gerber, Leitung Interventionsstelle gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus (IRE) der Kantonspolizei Zürich
- Prof. Dr. med. Elmar Habermeyer, Direktor FPP
- Dr. phil. Nicole Hauser, Oberpsychologin FFA
- Prof. Dr. med. Henning Saß, em. Professor für Psychiatrie u. Psychotherapie, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
- Dr. med. Dipl.-Jur. Catharina Schmidt, leitende Ärztin FPP
- Dr. med. Volker Schmidt, Chefarzt, Co-Zentrumsleitung ZKJF
- Lic. phil. Markus Theunert, Co-Geschäftsleiter männer.ch
- Lic. phil. Leo Vertone, Chefpsychologe, Co-Zentrumsleitung ZKJF
Radikalisierung beginnt selten spektakulär. Häufig zeigt sie sich zunächst in kleinen Verschiebungen wie einer veränderten Sprache, neuen Feindbildern, zunehmender Abschottung oder einer wachsenden Gewissheit, die eigene Sicht sei die einzig wahre. Für Fachpersonen stellt sich dabei eine anspruchsvolle Frage: Wann wird aus Haltung oder Einstellung ein Risiko?
Radikalisierungsprozesse können mit persönlichen Krisen, Gruppenzugehörigkeit, ideologischen Angeboten, Kränkungserleben oder psychischen Auffälligkeiten verbunden sein und uns in der Praxis in unterschiedlichen Kontexten begegnen: im Jugendbereich, in Strafverfahren, in der Therapie, in der forensischen Begutachtung oder im Bedrohungsmanagement.
Unsere vierte Präventionstagung der FPP widmet sich deshalb folgenden Fragestellungen:
- Wie lassen sich extremistische Entwicklungen früh erkennen und einordnen?
- Wie bleiben Jugendliche therapeutisch erreichbar?
- Wann ist Verhalten strafrechtlich relevant?
- Welche Besonderheiten zeigen sich in der Begutachtung und Risikoeinschätzung?
- Worin zeichnet sich ein kultursensibler Umgang aus?
- Welche Rolle spielen Online-Subkulturen und wie gehen wir damit um?
Wir laden Sie herzlich ein, an der Tagung teilzunehmen und freuen uns auf einen regen multidisziplinären Austausch.
Stand: 19. August 2026