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Tanz- und Bewegungstherapie

Die Tanz- und Bewegungstherapie ist ein tiefenpsychologisch orientiertes Verfahren, welches mit den Ausdrucksformen des Körpers, der Bewegung und des Tanzes arbeitet. Sie fördert die körperliche, emotionale, kognitive und soziale Integration des Menschen. Sie arbeitet ressourcen- und erfahrungsorientiert und fördert die Wahrnehmung sowie den emotionalen und körperlichen Ausdruck. Bewegungsbeobachtung und Bewegungsanalyse sind wesentliche Instrumentarien der Tanz- und Bewegungstherapie. Diagnostik und therapeutische Interventionen finden auf der Körper-, Bewegungs- und Beziehungsebene statt und werden nach Bedarf verbal verarbeitet. Anhand der Behandlungsergebnisse werden die Wirkfaktoren und -mechanismen systematisch evaluiert.

Generell wird angestrebt, die psycho-physische Gesundheit im Sinne des Gleichgewichts und der Integration von Körper und Psyche wiederherzustellen, die Entwicklung der Körper- und Ich-Identität zu fördern, die Sinneswahrnehmung zu schulen, das Bewegungsrepertoire zu erweitern, soziale Kompetenz zu erwerben, Körper- und Bewegungserfahrungen zu reflektieren sowie kreative und experimentelle Ressourcen zu entfalten.

Für wen eignet sich die Tanz- und Bewegungstherapie

Die Tanz- und Bewegungstherapie ist grundsätzlich für alle psychiatrisch erkrankten Menschen jeglichen Alters und verschiedenster kultureller und sozialer Herkunft geeignet. Das therapeutische Eingehen auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten steht im Vordergrund der Behandlung.

Angebot

Die Tanz- und Bewegungstherapie findet in Einzel- und Gruppentherapien statt. Dabei kommt eine breite Palette an Methoden und Techniken zur Anwendung.

  • Einzeltherapie
    Sie ist indiziert bei mangelnder Gruppenfähigkeit, wie zum Beispiel bei Fremd- und/oder Selbstgefährdung / Suizidalität, bei schwerer Beeinträchtigung (körperlich, seelisch, emotional) oder bei gesteigertem Aggressionspotential. Für Mütter mit postpartaler Depression werden videogestützte, spezifische Mutter-Kind-Behandlungen angeboten.
  • Gruppentherapie
    Es werden stationsübergreifende, störungsspezifische sowie stationsbezogene, gemischt-psychiatrische Gruppenbehandlungen angeboten. Sie finden in der Regel zwei- bis dreimal wöchentlich statt.

Zusammenarbeit

Die Tanz- und Bewegungstherapeutinnen sowie Tanz- und Bewegungstherapeuten sind Teil des multidisziplinären Behandlungsteams und nehmen an gemeinsamen Besprechungen, Rapporten und Standortgesprächen teil.

Anmeldung

Die Anmeldung für die tanz- und bewegungstherapeutische Behandlung erfolgt über die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich.

Stand: 13. September 2016

Weiterführende Informationen