Bild Kopfzeile

Früherkennung und -behandlung von Psychosen

Konzept und Zielsetzung

Die Schwerpunktstation F2 für Früherkennung und -behandlung von Psychosen des Zentrums für Akute Psychische Erkrankungen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich bietet ein Konzept für Diagnostik und Behandlung an, das speziell auf Patientinnen und Patienten mit ersten Anzeichen einer Psychose oder einer ersten manifesten psychotischen Erkrankung ausgerichtet ist. Die Station stellt eine Ergänzung zur bereits langjährig existierenden Spezialsprechstunde zur Früherkennung von Psychosen dar.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Menschen, die untersuchen lassen möchten, ob bei ihnen Hinweise für eine Psychose vorliegen, oder die eine entsprechende Behandlung für das Frühstadium einer Psychose suchen. Des Weiteren eignet sich das Angebot auch für Menschen, die sich wegen einer psychotischen Erkrankung erstmalig für einen Klinikaufenthalt entscheiden.

Angebot

Die Station F2 für Früherkennung und -behandlung von Psychosen verfügt über 13 Behandlungsplätze.

Eine ausführliche Diagnostik umfasst das ärztliche Gespräch, standardisierte Skalen zur Erfassung der Symptome, pflegerische Diagnostik sowie Arbeitsdiagnostik, sofern indiziert. Besonderen Wert legen wir auf die neuropsychologische Diagnostik, da kognitive Funktionsstörungen (zum Beispiel bei Aufmerksamkeit oder Gedächtnis) häufig eine grosse Rolle im Alltag spielen.

Für jede Patientin beziehungsweise für jeden Patienten wird ein individueller Behandlungsplan erarbeitet, der vor allem problem- und symptomorientiert ausgerichtet ist. Dabei legen wir grossen Wert auf die Integration von psychotherapeutischen, sozialtherapeutischen und medikamentösen Bausteinen in die Therapie. Die Psychoedukation in Einzel- und Gruppensettings soll den Patientinnen und Patienten die notwendigen Informationen vermitteln, damit sie ihre Behandlung aktiv mitgestalten können.

Neben der Überwindung der aktuellen Krise spielen die Rückfallprophylaxe und die Neuorientierung eine grosse Rolle. Hierbei sollen gezielte Interventionen und Unterstützung die Wiederaufnahme oder den Neubeginn in wichtigen Lebensbereichen wie Beruf, Familie und Wohnung ermöglichen.

Die Station will auch einen Schutz- und Schonraum in Krisensituationen bieten. Die Zusammenarbeit mit den zuweisenden und nachbehandelnden Therapeutinnen und Therapeuten sowie mit den Angehörigen ist uns ein Anliegen.

Behandlungsteam

Das multidisziplinäre Behandlungsteam besteht aus Ärztinnen und Ärzten, einer Psychologin und diplomierten Fachpersonen aus den Bereichen Pflege, Soziale Arbeit, Arbeits- und Ergotherapie, Physio-, Tanz-, Bewegungs- und Musiktherapie.

Leitungsteam

Dr. med. Janis Brakowski, Oberarzt
Dorothea Bon, Stationsleiterin

Kostenübernahme

Die Kostenübernahme erfolgt in der Regel gemäss Vertrag mit der Krankenversicherung. Ausserkantonale Patientinnen und Patienten benötigen eine Kostengutsprache durch den Kantonsarzt.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt entweder direkt an den zuständigen Oberarzt oder an die Triage-Oberärztin respektive den Triage-Oberarzt der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich.

Stand: 22. August 2017

Weiterführende Informationen