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Von der Heroinabhängigkeit zum Alkoholproblem

Methadonprogramme und Langzeittherapien mit anderen Opioiden sind erfolgreich. Heroinabhängige konsumieren nachweislich weniger Heroin oder Kokain und zu Therapiebeginn auch weniger Alkohol. Dennoch hat der Alkoholkonsum dieser Patienten seit den 1990-er Jahren deutlich zugenommen. Dies belegt eine Langzeituntersuchung der PUK und der Universität Zürich.

Rund 3000 Heroinabhängige erhalten zurzeit im Kanton Zürich Opioide wie Methadon, Buprenorphin oder Morphin im Rahmen einer Therapie. Die Zahl dieser sogenannten Substitutionsbehandlungen ist seit ihrer Einführung in den 1990-er Jahren konstant geblieben. Langzeittherapien mit Methadon oder anderen Opioiden reduzieren den Konsum illegaler Drogen unter heroinabhängigen Patienten nachweislich. Obwohl der Beginn einer solchen Behandlung auch zu einem reduzierten Alkoholkonsum führt, trinken heute mehr Patienten häufiger Alkohol als in zurückliegenden Jahrzehnten. Dies belegt eine neue Langzeitstudie von Forschern der PUK und der Universität Zürich.

Stand: 01. März 2017