Stationäre Angebote

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Depressionen und Angsterkrankungen

Zielgruppe

Die Spezialstationen B2, C1 und C2 für Depressionen und Angsterkrankungen in der Erwachsenenpsychiatrie sind ein übersektorielles Spezialangebot für Menschen mit Depressionen einschliesslich bipolare Störung, Angststörungen und Zwangsstörungen. Die alterspsychiatrische Spezialstation G2 für affektive Erkrankungen behandelt Patientinnen und Patienten ab dem 65. Lebensjahr mit affektiven Störungen (Depression und Manie) sowie mit anderen nichtorganischen psychiatrischen Erkrankungen und leichten kognitiven Störungen.

Die Patientinnen und Patienten werden während ihrer Erkrankung intensiv behandelt. In einem mehrstufigen Vorgehen wird der weiteren Stabilisierung und der sorgfältigen Vorbereitung der Entlassung grosse Beachtung geschenkt. Die einer eventuellen Wiedererkrankung vorbeugenden Massnahmen werden nach Möglichkeit in enger Zusammenarbeit mit den Familienangehörigen und nachbehandelnden Ärztinnen und Ärzten beziehungsweise Therapeutinnen und Therapeuten geplant und eingeleitet.

Konzept

Dem therapeutischen Konzept liegt ein mehrdimensionales, bio-psycho-soziales Verständnis seelischer Krankheiten zugrunde. Angst, Depression und Zwänge gehen immer mit seelischen, körperlichen und sozialen Veränderungen einher. Dementsprechend werden sowohl in der Abklärung wie auch in der Behandlung der Erkrankten alle aufgeführten Aspekte berücksichtigt.

Angebot

Das therapeutische Angebot umfasst eine differenzierte Abklärung und auf den jeweiligen Einzelfall bezogene Therapie unter psychologischen, biologischen und sozialen Aspekten.

Diagnostisches Angebot:

  • Psychiatrisch-psychotherapeutische, neurologische und internistische Diagnostik durch Fachärztinnen und -ärzte
  • Neuropsychologische Diagnostik
  • Pflegerisches und soziales Assessment

Das therapeutische Angebot umfasst:

  • Psychotherapie: Neben einzeltherapeutischer Behandlung werden gezielt psychodynamische und kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze angewandt. Gruppenpsychotherapien mit psychodynamischer Orientierung und psychoedukativen Elementen werden ebenfalls angeboten.
  • Pharmakotherapie und spezielle somatotherapeutische Therapieformen wie Schlafentzug und Lichttherapie. Bei Vorliegen einer therapieresistenten Depression kann die Elektrokrampftherapie eingesetzt werden.
  • Einbezug der Angehörigen (zum Beispiel Paar- und Familiengespräche)
  • Milieu- und Soziotherapie: Erhalten, Wiedererlangen und Fördern der Selbstständigkeit in den verschiedenen Lebensbereichen wie Wohnen, Arbeit, Freizeit, Kontakt mit anderen
  • Hilfe und Unterstützung bei sozialen Problemen (Wohnung, Arbeit, Finanzen) und im Kontakt mit Sozialeinrichtungen
  • Ergotherapeutische Gruppen- und Einzeltherapie
  • Bewegungstherapeutische Gruppen- und Einzeltherapie, Physiotherapie
  • Musiktherapie
  • Soziale Beratung: Einzelberatung und Unterstützung von Angehörigen
  • Organisation der Nachbehandlung: "gestufte Entlassung" in Zusammenarbeit mit Spitex und nachbehandelnden Ärztinnen und Ärzten
  • Ernährungsberatung

Behandlungsteam

Das multidisziplinäre Behandlungsteam setzt sich zusammen aus Fachkräften der Berufsgruppen Medizin, Psychiatrie, Psychologie, Pflege, Physio- und Bewegungstherapie, Arbeits- und Ergotherapie, Musiktherapie und Soziale Arbeit.

Anmeldung

Die Anmeldung zur Aufnahme erfolgt in der Regel durch die vorbehandelnden, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte telefonisch und/oder schriftlich bei den Klinikdirektoren, Chefärzten, Leitenden Ärzten oder den Triage-Oberärzten der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich.

Stand: 01. März 2018

Weiterführende Informationen